Stand: 30. September 2026

Wo in Deutschland der Netzanschluss zum Engpass wird

Wie schnell Rechenzentren entstehen, bestimmt die verfügbare Netzanschlusskapazität: an einem bestimmten Netzverknüpfungspunkt, zu einem bestimmten Termin. Diese Karte zeigt, wo diese Grenze verläuft: was in Betrieb ist, was in Planung ist und wo sich realistischerweise noch ein Standort sichern lässt.

Zu den Zahlen. Die Ebene „In Betrieb“ zeigt Stadtcluster statt einzelner Gebäude: einen Kreis je Stadt. Die Kreisgröße richtet sich nach der veröffentlichten IT-Leistung in Megawatt; wo keine Zahl vorliegt, steht eine kleine einheitliche Markierung. Die Quellen nennen unterschiedliche Gesamtzahlen für Deutschland; wir haben sie nicht gemittelt. Cloudscene zählt 529 Rechenzentren in Deutschland. Eine Datenbank für Colocation-Portfolios zählt 194 bestehende und 43 geplante, die Fachpresse spricht von rund 500. Die Abweichung ergibt sich aus der Abgrenzung: Einmal sind alle Anlagen einschließlich kleiner Hosting-Standorte gezählt, einmal nur Colocation. Die betriebene IT-Leistung ist nur angegeben, wo eine Zahl veröffentlicht ist: für Frankfurt, München und Berlin.

Zur Einordnung der Punkte. Die Punkte sind keine eigenen Vorhaben. Sie markieren Standorte im Markt, abgestuft danach, wie belastbar die Angaben sind. In Betrieb und In Planung stammen aus der Evidenzbasis und übernehmen deren Evidenzstufe. Potenzialstandorte sind unsere eigene Ableitung aus Eigentumsverhältnissen und vorhandenen Netzanschlüssen. Sie bilden bewusst die dünnste Ebene der Karte: Diese Angaben veröffentlicht niemand, sie lassen sich nur durch Gespräche vor Ort gewinnen, am Schreibtisch nicht.

Standortfaktoren aus unserem Standortmodell (Flächen nur ungefähr; standardmäßig ausgeblendet):
Konzernsitz der Kunden und ihr genutztes Rechenzentrum (ergänzt am 8. September 2026; die Rechenzentren stammen aus unserer Recherche, die Konzernsitze aus öffentlich bekannten Angaben außerhalb unserer Recherche):
Frankfurt / Rhein-Main Dummerstorf (Schwarz Digits) Wustermark (Virtus) Lübbenau (Schwarz Digits) Berlin München Hamburg Düsseldorf Stuttgart Bergheim (Microsoft) Dietzenbach (Google) AWS European Sovereign Cloud Nauen (maincubes) Großkrotzenburg (Uniper) Grevenbroich (Microsoft) Eisenach (Projektentwickler FAB, Vorhaben gestoppt) Weisweiler (RWE-Fläche)
In Betrieb In Planung Potenzialstandort (eigene Ableitung) Die Kreisfläche folgt der veröffentlichten IT-Leistung in MW (Frankfurt ist gekappt, damit der Kreis auf die Karte passt). Standorte ohne veröffentlichte Zahl haben eine kleine einheitliche Markierung; die meisten Standorte in Planung und alle Potenzialstandorte sind daher nicht nach Größe dargestellt.
Günstig (flächig gefüllt) Eingeschränkt (gestrichelter Rand, helle Füllung) Ungünstig (schraffiert) Jeder Faktor hat eine eigene Farbe. Die Bewertung zeigt sich an der Füllung, die Farbe allein trägt sie nie. Für Bewertung, Beleg und Quelle auf eine Fläche klicken.

Was die Karte nicht zeigt

Diese Lücken benennen wir ausdrücklich, denn in ihnen liegt die nächste Arbeit.

Warum es auf die Regelzone ankommt

Seit dem 1. April 2026 vergeben die vier Übertragungsnetzbetreiber Anschlusskapazität im Höchstspannungsnetz nach dem Reifegradverfahren statt nach dem Windhundprinzip. Anträge werden in festen Zyklen je Regelzone gesammelt und gemeinsam bewertet. Ein Standort konkurriert um ein Schaltfeld daher mit den anderen Antragstellern seiner Regelzone. Ein Standort 30 Kilometer entfernt, aber jenseits einer Zonengrenze, steht in einem anderen Wettbewerb. Nierstein und Hanau sind deshalb nur auf der Karte Nachbarn.

Die Einfärbung der Regelzonen ist eine Näherung. Jedes Bundesland ist nach dem dort überwiegend zuständigen Übertragungsnetzbetreiber eingefärbt. Die tatsächlichen Grenzen der Regelzonen folgen nicht den Landesgrenzen; Hessen, Bayern und Nordrhein-Westfalen sind auf eine Weise geteilt, die diese Einfärbung nicht abbildet.

Auch Standorte unterhalb der Übertragungsnetzebene können vom Verfahren erfasst sein. Ergänzt am 9. September 2026. Das Reifegradverfahren gilt für Anschlüsse an das Übertragungsnetz, also die Höchstspannungsebene mit 220 und 380 kV. Ab rund 5 bis 10 MW wird eine Last an 110 kV angeschlossen, in Deutschland die Hochspannungsebene des Verteilnetzes; ab rund 100 MW an 380 kV. Ein Standort von 20 bis 50 MW liegt also im Verteilnetz und scheint ausgenommen. Meist ist er das nicht: Laut Verfahrensbeschreibung von TransnetBW fallen auch Ad-hoc-Anfragen von Verteilnetzbetreibern an das Übertragungsnetz darunter. Hat der örtliche Verteilnetzbetreiber keine Reserve, muss er beim vorgelagerten Übertragungsnetzbetreiber anfragen. Der Standort hängt dann als eine Position im Antrag eines Dritten in der Reihung, ohne die Hebel (gesicherte Fläche, Genehmigungen, erteilte Aufträge für Komponenten), die den Rang im Reifegradverfahren unmittelbar verbessern. Mehrere geplante Standorte auf dieser Karte, darunter Colt DCS mit 54 MW und der Münchner Standort von Data Center Partners mit 17 MW, fallen genau in diese Größenordnung.

Standortfaktoren: wo sie günstig und wo sie ungünstig ausfallen

Unser Faktorenmodell gewichtet die fünf Faktoren, die Standortentscheidungen in Deutschland am stärksten bestimmen. Vier davon werden inzwischen ausdrücklich im Netzanschlussantrag nach dem Reifegradverfahren abgefragt. Jeder Faktor lässt sich über der Karte einzeln einblenden; standardmäßig sind alle ausgeblendet. Eingeblendet werden die Flächen, die das Modell für diesen Faktor bewertet hat: flächig gefüllt, wo die Belege ihn als günstig ausweisen; gestrichelt mit heller Füllung, wo er eingeschränkt ist; schraffiert, wo er ungünstig ist oder fehlt. Ein Klick auf eine Fläche zeigt die Bewertung, die zugrunde liegende Aussage und die Quelle.

Was diese Ebene leistet. Gezeigt sind nur die drei oder vier Gebiete, die das Faktorenmodell untersucht hat, als Ellipsen, die ihre Ausdehnung grob wiedergeben. Eine bundesweite Erhebung ist das nicht. Bleibt eine Fläche bei eingeblendetem Faktor leer, hat das Modell sie nicht bewertet; über den Faktor selbst sagt das nichts. Die Bewertungen sind eine eigene Auswertung dieses Projekts (im Quelldokument als [inference] gekennzeichnet). Sie stützen sich auf Belege, die selbst nur mittlere Konfidenz haben. Berlins Wachstumsrate stammt aus der Fachpresse und ist nicht an einer Primärquelle geprüft. Die Zuteilungszahl für Berlin stammt aus den eigenen Ergebnissen des Netzbetreibers, berichtet von der ZfK (Mai 2026). Der Stand in Nauen wurde am 21. September 2026 mit unabhängigen Quellen abgeglichen.

Anhang: alle Standorte der Karte

Sortiert nach Status, dann nach Größe. Keine Angabe ist über die genannte Evidenzstufe hinaus geprüft.

StandortStatusGrößeBeteiligteRegelzoneQuelle, Evidenzstufe, Konfidenz
Frankfurt / Rhein-Main
Hessen
In Betrieb 131 Rechenzentren
997 MW
131 Rechenzentren bei Cloudscene verzeichnet. Equinix, Digital Realty (24 Rechenzentren in der Metropolregion, laut Unternehmenswebsite), NTT, CyrusOne, Vantage, CloudHQ (Campus Offenbach, 112 MW kritische IT-Leistung), Telehouse, NorthC und weitere TenneT JLL (2026-04-17; Halbjahr 2026); Bitkom (2026-03); Mainova, zitiert von t3n (2026-03-18); TenneT (o. J., MainNetzausbau); Mainova (o. J.); Amprion (2021); Cloudscene (2026); Digital Realty (o. J.); CloudHQ (o. J.)
Evidenzstufe 1 bis 2 (Netzbetreiber, Stadtwerk) für den Anschlussengpass; Evidenzstufe 3 bis 4 (Bitkom, JLL, Cloudscene) für Leistung und Anzahl der Rechenzentren · Hoch für den Anschlussengpass und die Größenordnung; mittel für die genauen MW-Werte, die je nach Abgrenzung abweichen: JLL erfasst Colocation und Hyperscale, Bitkom alle Rechenzentren · geprüft 2026-09-30
München
Bayern
In Betrieb 55 Rechenzentren
102 MW
55 Rechenzentren bei Cloudscene verzeichnet. NorthC (zwei Standorte: Balanstraße, 2 MW; Wamslerstraße, 1,17 MW, am 1. September 2025 von Colt übernommen), Equinix und weitere TenneT Cloudscene (2026); JLL (2026-04-17); NorthC (o. J.; 2025); Data Center Knowledge (2026-03-18)
Evidenzstufe 4 (Verzeichnis, Makler) + Evidenzstufe 5 (Rechenzentrumsbetreiber) · Mittel · geprüft 2026-09-30
Hamburg
Hamburg
In Betrieb 53 Rechenzentren 53 Rechenzentren bei Cloudscene verzeichnet. NorthC (Süderstraße 198: heute 1,17 MW, 4,1 MW installierte elektrische Leistung als künftiger Ausbau ausgewiesen), NTT und weitere 50Hertz Cloudscene (2026); NorthC (o. J.; 2025); Data Center Knowledge (2026-03-18)
Evidenzstufe 4 (Verzeichnis) + Evidenzstufe 5 (Rechenzentrumsbetreiber) · Mittel · geprüft 2026-09-30
Berlin
Berlin
In Betrieb 45 Rechenzentren
136 MW
45 Rechenzentren bei Cloudscene verzeichnet. NorthC (Gradestraße 60, am 1. September 2025 von Colt übernommen), die Google-Cloud-Region und weitere 50Hertz ZfK (2026-05-04); JLL (2026-04-17); Cloudscene (2026); NorthC (o. J.)
Evidenzstufe 3 bis 4 · Mittel bis hoch · geprüft 2026-09-30
Düsseldorf
Nordrhein-Westfalen
In Betrieb 38 Rechenzentren 38 Rechenzentren bei Cloudscene verzeichnet. Digital Realty (drei Rechenzentren In der Steele, zusammen 16.750 m² Colocation-Fläche), Equinix, NorthC (In der Steele 37A, am 1. September 2025 von Colt übernommen), NMMN (vermarktet Colocation in einem Gebäude, das es mit über 10.000 m² und 20 MW beschreibt), aixit Amprion Cloudscene (2026); JLL (2026-04-17); Digital Realty (o. J.); NorthC (o. J.); NMMN (o. J.)
Evidenzstufe 4 bis 5 · Mittel · geprüft 2026-09-30
Nürnberg
Bayern
In Betrieb 27 Rechenzentren 27 Rechenzentren bei Cloudscene verzeichnet. NorthC (Am Tower 5), noris network und weitere TenneT Cloudscene (2026); NorthC (o. J.)
Evidenzstufe 4 · Mittel · geprüft 2026-09-30
Stuttgart
Baden-Württemberg
In Betrieb 25 Rechenzentren 25 Rechenzentren bei Cloudscene verzeichnet. NMMN (drei Standorte: Gropiusplatz, Schickardstraße, Neue Brücke), nexspace (neuer Standort Sternhöhe, Eröffnung laut englischer Website 09/2026, laut deutscher Website im 4. Quartal 2026) TransnetBW Cloudscene (2026); NMMN (o. J.); nexspace (o. J.)
Evidenzstufe 4 bis 5 · Niedrig bis mittel · geprüft 2026-09-30
Köln
Nordrhein-Westfalen
In Betrieb 15 Rechenzentren 15 Rechenzentren Amprion Cloudscene (2026)
Evidenzstufe 4 · Niedrig bis mittel · geprüft 2026-09-30
Dortmund
Nordrhein-Westfalen
In Betrieb 9 Rechenzentren 9 Rechenzentren Amprion Cloudscene (2026)
Evidenzstufe 4 · Niedrig · geprüft 2026-09-30
Hannover
Niedersachsen
In Betrieb 9 Rechenzentren 9 Rechenzentren TenneT Cloudscene (2026)
Evidenzstufe 4 · Niedrig · geprüft 2026-09-30
Bremen
Bremen
In Betrieb 8 Rechenzentren 8 Rechenzentren bei Cloudscene verzeichnet, darunter ColocationIX TenneT Cloudscene (2026)
Evidenzstufe 4 · Niedrig · geprüft 2026-09-30
Leipzig
Sachsen
In Betrieb 7 Rechenzentren 7 Rechenzentren 50Hertz Cloudscene (2026)
Evidenzstufe 4 · Niedrig · geprüft 2026-09-30
Karlsruhe
Baden-Württemberg
In Betrieb 7 Rechenzentren 7 Rechenzentren TransnetBW Cloudscene (2026)
Evidenzstufe 4 · Niedrig · geprüft 2026-09-30
Dresden
Sachsen
In Betrieb 5 Rechenzentren 5 Rechenzentren 50Hertz Cloudscene (2026)
Evidenzstufe 4 · Niedrig · geprüft 2026-09-30
Kiel
Schleswig-Holstein
In Betrieb 3 Rechenzentren 3 Rechenzentren TenneT Cloudscene (2026)
Evidenzstufe 4 · Niedrig · geprüft 2026-09-30
Bielefeld
Nordrhein-Westfalen
In Betrieb 2 Rechenzentren 2 Rechenzentren TenneT Cloudscene (2026)
Evidenzstufe 4 · Niedrig · geprüft 2026-09-30
Hanau (Google)
Hessen
In Betrieb nicht veröffentlicht Google TenneT Stadt Hanau (2026-04-28); Hessische Landesregierung (2026-04-28); Google (o. J.); Data Center Knowledge (2026-03-18)
Evidenzstufe 2 (Stadt, Land) + Evidenzstufe 5 (Rechenzentrumsbetreiber) · Hoch · geprüft 2026-09-30
Nierstein
Rheinland-Pfalz
In Planung 482 MW NTT Global Data Centers Amprion heise online / dpa (2026-01/02), unter Berufung auf NTT
Evidenzstufe 3 (unabhängige Presse, Unternehmensangabe) · Hoch für Betreiber, Größe und Planungsrecht; mittel für den Zeitplan · geprüft 2026-09-30
Dummerstorf (Schwarz Digits)
Mecklenburg-Vorpommern
In Planung 240 MW Schwarz Digits 50Hertz Schwarz Gruppe, Pressemitteilung (2026-08-27); ZDFheute / dpa (2026-08-27); heise online (2026-08-27)
Primärquelle (Unternehmen) + Evidenzstufe 3 · Hoch für die Ankündigung; niedrig für den Zeitplan, der von Genehmigungen abhängt · geprüft 2026-09-30
Wustermark (Virtus)
Brandenburg
In Planung 204 MW Virtus (ST Telemedia) 50Hertz Virtus, Campusseite Wustermark (abgerufen 2026-09-30); STT GDC / Virtus Newsroom (2023-09-04)
Primärquelle (Unternehmen) · Hoch für die aktuellen Zahlen des Unternehmens; der Zeitplan hat sich einmal verschoben · geprüft 2026-09-30
Lübbenau (Schwarz Digits)
Brandenburg
In Planung 200 MW Schwarz Digits 50Hertz Schwarz Digits, Mitteilung (2025-11-17, nachgedruckt bei Silicon Saxony) und Seite Datacenter Lübbenau; Stadt Lübbenau/Spreewald (2025-11)
Primärquelle (Unternehmen) + Evidenzstufe 2 (Kommune) · Hoch · geprüft 2026-09-30
Östlich von Berlin (Colt DCS)
Brandenburg
In Planung 54 MW Colt DCS 50Hertz Colt DCS, Pressemitteilung (2025-04) und Standortseite Berlin 1 und 2; CIO.de / dpa (2025-07)
Primärquelle (Unternehmen) + Evidenzstufe 3 · Hoch für den Plan; mittel für den Zeitplan · geprüft 2026-09-30
München (Data Center Partners)
Bayern (Unterschleißheim, nördlich von München)
In Planung 17 MW Data Center Partners TenneT DatacenterDynamics (2025); CMS Hasche Sigle zum Kabinettsentwurf des EnEfG (2026)
Evidenzstufe 3 · Mittel: eine einzige Fachquelle für das Vorhaben · geprüft 2026-09-30
Bergheim (Microsoft)
Nordrhein-Westfalen
In Planung nicht veröffentlicht Microsoft Amprion Land NRW (2026-03-12); Microsoft (2026-03-12; 2024-02-15)
Evidenzstufe 2 (Land) + Evidenzstufe 3 · Hoch für das Ereignis, mittel für die Aufteilung der 3,2 Mrd. € · geprüft 2026-09-30
Bedburg (Microsoft)
Nordrhein-Westfalen
In Planung nicht veröffentlicht Microsoft Amprion Microsoft (2026-03-12), Pressemitteilung; heise online (2026-07-01)
Primärquelle (Unternehmen) + Evidenzstufe 3 · Hoch für Genehmigung und Stand; MW unbekannt · geprüft 2026-09-30
Elsdorf (Microsoft)
Nordrhein-Westfalen
In Planung nicht veröffentlicht Microsoft Amprion Microsoft (2026-03-12), Pressemitteilung; heise online (2026-07-01)
Primärquelle (Unternehmen) + Evidenzstufe 3 · Mittel: Genehmigungsstand vom Juli 2026 · geprüft 2026-09-30
Dietzenbach (Google)
Hessen
In Planung nicht veröffentlicht Google TenneT Google Cloud, Pressemitteilung (2025-11-11); Kreisstadt Dietzenbach (2025-11)
Primärquelle (Unternehmen) + Evidenzstufe 2 (Kommune) · Hoch für die Ankündigung und die Wärmevereinbarung; MW nicht veröffentlicht · geprüft 2026-09-30
AWS European Sovereign Cloud
Brandenburg (genauer Standort nicht veröffentlicht)
In Planung nicht veröffentlicht AWS 50Hertz AWS-Pressemitteilungen: press.aboutamazon.com (2026-01-15), aboutamazon.eu (2024-05-15), aboutamazon.de (2024-06-19)
Primärquelle (Unternehmen) · Hoch für die Zusagen; niedrig für den genauen Standort · geprüft 2026-09-30
Nauen (maincubes)
Brandenburg
In Planung nicht veröffentlicht maincubes 50Hertz maincubes, Website und Pressemitteilungen (2024 bis 2026, erfasst 2026-09-25); Stadt Nauen; connect-professional; datacenter-insider.de
Evidenzstufe 5, Primärquelle des Unternehmens, bestätigt durch die Kommune und zwei Fachmedien · Hoch für den Stand; mittel für die Termine, die das Unternehmen uneinheitlich angibt · geprüft 2026-09-30
Großkrotzenburg (Uniper)
Hessen
In Planung nicht veröffentlicht Uniper TenneT Gemeinsame Mitteilung Uniper / TenneT (2026-01-22, nachgedruckt bei MarketScreener); IZ Immobilien Zeitung (2026-07); ms-aktuell (2026-09-06)
Primärquelle (nach einem Nachdruck) + Evidenzstufe 3 · Hoch für die Transaktion; mittel für die Fläche für Rechenzentren · geprüft 2026-09-30
Grevenbroich (Microsoft)
Nordrhein-Westfalen
In Planung nicht veröffentlicht Microsoft Amprion Microsoft (2026-07-01), Pressemitteilung; Stadt Grevenbroich, Meldung und Projektseite (2026-07); heise online (2026-07-01); Handelsblatt (2026); datacenter-insider.de (2026-07); Petitionsausschuss des Landtags NRW (2025-01-14)
Primärquelle (Unternehmen) + Evidenzstufe 2 (Stadt) + Evidenzstufe 3 · Hoch für die Ankündigung und den Standort; niedrig für die Investitionssumme; mittel für die Zustimmung · geprüft 2026-09-30
Eisenach (Projektentwickler FAB, Vorhaben gestoppt)
Thüringen
In Planung nicht veröffentlicht FAB, Leipzig (Projektentwickler; Endinvestor noch nicht genannt) 50Hertz Eisenach Online (Juli 2026, Bericht über die Stadtratssitzung vom 1. Juli); Stadt Eisenach, Projektseite Blue Future; Rhönkanal (2026-03)
Evidenzstufe 2 (Stadt) + Evidenzstufe 3 · Hoch für Abstimmung, Datum und Ergebnis; mittel für die Planzahlen vor der Abstimmung · geprüft 2026-09-30
Frimmersdorf (RWE-Fläche)
Nordrhein-Westfalen
In Planung nicht veröffentlicht RWE (Eigentümer des Standorts) Amprion Stadt Grevenbroich (Planvorstellung mit NRW, Rhein-Kreis Neuss und RWE); NRW.URBAN, Projektseite (abgerufen 2026-09-30); Stadt Grevenbroich, Fragen und Antworten zu Microsoft (2026-07)
Evidenzstufe 2 (Stadt, Entwicklungsgesellschaft des Landes) · Mittel bis hoch für den Plan; der Zeitplan hängt vom Investorenwettbewerb ab · geprüft 2026-09-30
Weisweiler (RWE-Fläche)
Nordrhein-Westfalen
Potenzialstandort nicht veröffentlicht RWE (Eigentümer des Standorts) Amprion RWE, Seite „energised Land“ (abgerufen 2026-09-30); Reuters (2026-08-13); KVBG Anlage 2
Evidenzstufe 5 + Evidenzstufe 1 (Gesetz) + Ableitung · Niedrig · geprüft 2026-09-30
Neurath (RWE-Fläche)
Nordrhein-Westfalen
Potenzialstandort nicht veröffentlicht RWE (Eigentümer des Standorts) Amprion KVBG Anlage 2; Stadt Grevenbroich, Projektseite (2026-07); RWE, Seite „energised Land“
Evidenzstufe 1 (Gesetz) + Evidenzstufe 2 (Stadt) + Evidenzstufe 5 + Ableitung · Niedrig · geprüft 2026-09-30
Hürth (RWE-Fläche)
Nordrhein-Westfalen
Potenzialstandort nicht veröffentlicht RWE (Eigentümer des Standorts) Amprion RWE, Standortseite Knapsacker Hügel (abgerufen 2026-09-30); RWE, Seite „energised Land“
Evidenzstufe 5 + Ableitung · Niedrig · geprüft 2026-09-30
Niederaußem (RWE)
Nordrhein-Westfalen
Potenzialstandort nicht veröffentlicht RWE Amprion RWE AG, Pressemitteilung (2011-09-23, nachgedruckt bei firmenpresse); CIO.de (um 2016/17); KVBG Anlage 2
Primärquelle (Unternehmen, 2011) + Evidenzstufe 3 + Evidenzstufe 1 (Gesetz) · Hoch für die Vorgeschichte; niedrig für jede künftige Nutzung · geprüft 2026-09-30

Quellen

AWS. (15. Januar 2026). AWS launches AWS European Sovereign Cloud and announces expansion across Europe [Pressemitteilung]. Primärquelle.

CBRE. (2025). Frankfurt becomes a 1GW data centre market; 2025 Global Data Center Investor Intentions Survey.

Cloudscene. (2026). Germany data center market overview. Verzeichnis; Selbstauskunft, Evidenzstufe 4.

Digital Realty. (o. J.). EMEA data centers. Unternehmensseite; Primärquelle für die eigenen Anlagen.

Google. (2026). 5,5 Milliarden Euro für Deutschlands digitale Zukunft; hessenschau (2026); Hessische Landesregierung. Dietzenbach und Hanau.

Land Nordrhein-Westfalen. (12. März 2026). Spatenstich für die Microsoft Rechenzentren im Rheinischen Revier. Landesregierung; Evidenzstufe 2. Ergänzend Microsoft (2026) und Handelsblatt (2026) zum Betrag von 3,2 Mrd. €.

NorthC. (o. J.). Data centre locations. Unternehmensseite; Primärquelle für die eigenen Anlagen.

Data Center Dynamics. (2026). German utility RWE completes Niederaussem data center.

Data Center Knowledge. (2026). Germany's data center market expands amid power and regulatory pressures.

RWE. (o. J.). "energised Land" — Energy for data centres. Marketingseite des Unternehmens; Evidenzstufe 5, bei allen Zahlen interessengeleitet.

TechPolicy.Press. (2025). Germany's data center boom is pushing the power grid to its limits.

Übertragungsnetzbetreiber (50Hertz, Amprion, TenneT Germany, TransnetBW). (5. Februar 2026). Reifegradverfahren für Netzanschlüsse an das Übertragungsnetz (V1.00), und die gemeinsame Pressemitteilung vom selben Tag. Primärquelle.

Uniper & TenneT Germany. (22. Januar 2026). Reaching the goal faster together. Primärquelle, eingesehen in einem Nachdruck.

Intern: unser Deutschland-Profil und Risikoregister; unsere Recherche zu Kunden, Nachfrage und Hürden; unser Standortmodell (die fünf Ebenen der Standortfaktoren).


Karte 2 · explorativ · außerhalb der Evidenzbasis

Begründete Vermutungen: wo noch niemand Fuß gefasst hat

Karte 1 oben zeigt nur, wofür dieses Projekt Belege hat. Diese zweite Karte geht umgekehrt vor. Sie fragt anhand derselben fünf Faktoren, wo in Deutschland ähnliche Bedingungen bestehen könnten wie die, die das Rheinische Revier für Rechenzentren attraktiv gemacht haben. Gesucht sind Gebiete, in denen sich nach unserem Recherchestand noch kein Projektentwickler, Energieversorger oder Hyperscaler engagiert hat. Jede Bewertung hier ist unsere eigene Ableitung aus öffentlich bekannten Fakten zur Geografie von Kohleausstieg und Netzausbau, erstellt auf Wunsch von Moritz. Nichts davon wurde bei dieser Recherche an einer Primärquelle geprüft, und nichts davon trägt einen Projektbeleg wie Karte 1. Die Karte ist eine Liste von Orten, die eine Prüfung vor Ort lohnen. Ein Befund ist sie nicht.

Warum diese fünf Gebiete. Zwei sind die beiden anderen Braunkohlereviere nach dem Strukturstärkungsgesetz (das Rheinische Revier, schon auf Karte 1, ist das dritte): die Lausitz, wo die LEAG dieselbe Rolle spielt wie RWE im Rheinischen Revier, und das Mitteldeutsche Revier südlich von Leipzig, wo die MIBRAG diese Rolle hat. Das dritte Gebiet, das weitere Ruhrgebiet, überträgt den Gedanken der Nachnutzung vorhandener Netzanschlüsse auf den Steinkohle- und Gaskraftwerkspark jenseits des rheinischen Kerns. Es liegt in der ebenfalls stark ausgelasteten Regelzone von Amprion, in der auch der bereits zugesagte Microsoft-Cluster liegt. Das vierte, der Windkorridor Schleswig-Holstein, folgt einem anderen Mechanismus: Hier entsteht neue Übertragungskapazität, SuedLink für den Windstrom nach Süden und NordLink als Verbindung nach Norwegen; ein Industrieanschluss ist nicht vorhanden. Das fünfte, ergänzt am 8. September 2026, ist wieder anders: Rhein-Neckar & Neckarsulm wurde wegen seiner Kunden gewählt. Laut unserer Nachfrageanalyse sitzen dort bereits zwei namentlich bekannte, finanzstarke Kunden (SAP, Schwarz Digits). Diese Verbindung zeigt die Ebene „Mögliche Kunden“ unten. Die blassen grauen Punkte sind die Standorte in Betrieb und in Planung aus Karte 1, nur zur Orientierung gezeigt; sie gehören nicht zu dieser Ebene.

Dieselben fünf Faktoren, dieselben Farben, standardmäßig aus:
Mögliche Abnehmer: fünf Hypothesen, jeweils am 30. September 2026 an ihren Quellen geprüft; Grundlage, Evidenzstufe und Quellen per Klick. Zwei beruhen auf eigener, veröffentlichter Rechenleistung (Jülich, BWI), zwei auf einem Cloud-Auftrag des Bundes, den sie als Lieferanten gewonnen haben (SAP, Schwarz Digits), einer auf einem großen Stromverbraucher mit neuem Umspannwerk (BASF Schwarzheide). Keiner davon ist Mieter, und keiner entspricht einer der Mietergruppen aus unserer Kundenanalyse:
Günstig (flächig gefüllt) Eingeschränkt (gestrichelter Rand, helle Füllung) Ungünstig oder unbekannt (schraffiert) Für Begründung und (ungeprüfte) Grundlage auf eine Fläche klicken.

Quellen für Karte 2 (Allgemeinwissen, keine Projektrecherche): Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz / Strukturstärkungsgesetz Kohleregionen (2020), für die drei deutschen Braunkohlereviere und ihre Strukturförderung. LEAG, öffentliche Aussagen zur Umnutzung von Bergbauflächen („GigawattFactory“). TenneT / 50Hertz / Amprion, öffentliche Projektinformationen zu den Korridoren SuedLink und NordLink; ihre Rollen wurden am 30. September 2026 an der SuedLink-Seite von TenneT geprüft. Landesregierung Schleswig-Holstein, öffentliche Strategieaussagen zu Wasserstoff und Power-to-X. Abgesehen von dieser einen Prüfung wurde keine davon an einer Primärquelle geprüft. Jede Zahl und Aussage oben muss geprüft werden, bevor sie für mehr dient als die Entscheidung, wo wir als Nächstes suchen.


Karte 3 · politisches und kommunales Investitionsklima

Wo die Kommunalpolitik zustimmt und wo sie bereits abgelehnt hat

Faktor 3 auf Karte 1 bewertet Akzeptanz und Kommunalpolitik je Region. Diese Karte stellt dieselbe Frage auf der Ebene, auf der sie entschieden wird: im Gemeinderat, beim Bürgermeister, in einer Abstimmung. Jede Markierung steht für ein benanntes, datiertes Ereignis oder einen Beschluss. Das gilt auch für die abgelehnten Fälle. Wir haben sie gezielt gesucht, wie es unser Recherchestandard verlangt: Er schreibt vor, aktiv nach Gegenbelegen zu suchen.

Zur Lesart. „Befürwortet“ steht für aktive Unterstützung durch Bürgermeister oder Gemeinderat. Bei Monheim am Rhein steht es für einen finanzpolitischen Vergleichsmaßstab ausgeprägter Ansiedlungsfreundlichkeit; dort ist kein Interesse an einem Rechenzentrum bekannt, und der Ort steht nur zum Vergleich auf der Karte. „Abgelehnt“ steht für einen dokumentierten ablehnenden Ratsbeschluss oder einen Betreiber, der sein Vorhaben nach Protesten ausgesetzt hat. „Umstritten“ liegt dazwischen: Bürgerinitiative und Gemeinderat stehen gegeneinander, der Ausgang ist offen.

Ergänzt am 9. September 2026, standardmäßig ausgeblendet: fünf große, ressourcenintensive Vorhaben anderer Branchen (Halbleiter, Batterien, Elektroautos, Stromübertragung) mit derselben dreistufigen Bewertung, als Raute dargestellt, damit sie nicht mit Rechenzentren verwechselt werden:
Grevenbroich · umstritten Eisenach · ungünstig Monheim am Rhein (bundesweiter Vergleichswert, kein Rechenzentrumsinteresse bekannt) · günstig Groß-Gerau · ungünstig Maintal · ungünstig Birstein · günstig
Befürwortet Umstritten Abgelehnt Für Ereignis, Datum und Quelle auf eine Markierung klicken.
Vergleichbares Vorhaben (andere Branche): Raute, in denselben drei Farben

Wer finanziert: öffentliches und privates Kapital im Vergleich

Ergänzt am 9. September 2026. Gezeigt sind alle offengelegten Finanzierungsbeträge zu den sechs Standorten dieser Karte. Hinzu kommen die Mittel für wissenschaftliches Rechnen in Deutschland, die bei derselben Recherche erhoben wurden (unsere Nachfrageanalyse, Segment 8). Beides ist summiert und verglichen. Dargestellt sind nur genannte, offengelegte Beträge. Die Investitionssummen für Grevenbroich und Birstein hat keiner der Beteiligten offengelegt. Die Fachpresse nennt Bandbreiten; daraus einen Einzelwert abzuleiten hieße, eine Vermutung als Tatsache auszugeben. Beide fehlen deshalb im Diagramm und sind in ihrem Eintrag als „nicht offengelegt“ vermerkt.

Dresden-Klotzsche (ESMC/TSMC, Halbleiter) · 10.000 Mio. € (gemischt). Rund 10 Mrd. € insgesamt (ComputerBase, 2024-08-20), davon 5 Mrd. € deutsche Beihilfe, von der Europäischen Kommission am 20. August 2024 nach den Grundsätzen des EU-Chips-Act genehmigt (Europäische Kommission, 2024). ESMC ist ein Gemeinschaftsunternehmen von TSMC mit Bosch, Infineon und NXP. Kartenebene Vergleichsvorhaben, ergänzt am 09.09.2026.Dresden-Klotzsche (ESMC/TSMC, Halbleiter)10.000 Mio. € SuedLink-Korridor (Übertragungsnetz) · 10.000 Mio. € (reguliert). Rund 10 Mrd. €, investiert von TenneT und TransnetBW, über 40 Jahre abgeschrieben und über die regulierten Netzentgelte der Stromkunden refinanziert (TransnetBW; Wissenschaftliche Dienste des Bundestages, 2024). Weder unternehmerisches Eigenkapital noch Haushaltszuschuss. Kartenebene Vergleichsvorhaben, ergänzt am 09.09.2026.SuedLink-Korridor (Übertragungsnetz)10.000 Mio. € Magdeburg (Intel, abgesagt) · 9.900 Mio. € (öffentlich). 9,9 Mrd. € Bundesförderung, 2023 zugesagt und nie ausgezahlt; Intel legte das Vorhaben im September 2024 auf Eis und gab es im Juli 2025 aus eigenen finanziellen Gründen auf (Table.Briefings, 2025-07-26; ZDFheute, 2025). Kartenebene Vergleichsvorhaben, ergänzt am 09.09.2026.Magdeburg (Intel, abgesagt)9.900 Mio. € Groß-Gerau (Vantage, abgelehnt) · 2.500 Mio. € (privat). Rund 2,5 Mrd. € laut hessenschau (2026-02); die Mitteilung der Stadt nennt 174 MW auf 14 ha und die Abstimmung vom 3. Februar 2026 (14 zu 18 Stimmen), aber keine Investitionssumme (Kreisstadt Groß-Gerau, 2026). Geplantes, nicht investiertes Kapital.Groß-Gerau (Vantage, abgelehnt)2.500 Mio. € Grünheide (Tesla, Batteriezellwerk) · 1.100 Mio. € (privat). Rund 1,1 Mrd. €, erhöht von 900 Mio. €, für die Batteriezellfertigung in Grünheide ab 2027 mit 1.500 neuen Arbeitsplätzen (Elektroauto-News, 2026). Das ist unabhängig von der umstrittenen Erweiterung der Fahrzeugkapazität von 2024. Kartenebene Vergleichsvorhaben, ergänzt am 09.09.2026.Grünheide (Tesla, Batteriezellwerk)1.100 Mio. € Eisenach (FAB, gestoppt) · 1.000 Mio. € (privat). Rund 1 Mrd. € geplantes Investitionsvolumen laut datacenter-insider (2026-07) für das Vorhaben des Projektentwicklers FAB, die Fläche zu erschließen und weiterzuverkaufen. Durch den Ratsbeschluss vom 1. Juli 2026 (19 zu 16 Stimmen) vorerst gestoppt; geplantes, nicht investiertes Kapital.Eisenach (FAB, gestoppt)1.000 Mio. € Maintal (EdgeConneX, in Überprüfung) · 1.000 Mio. € (privat). Rund 1 Mrd. €, „dem Vernehmen nach“ laut hessenschau (2026-05), keine von EdgeConneX veröffentlichte Zahl. Das Vorhaben wird nach Protest gegen das geplante Gaskraftwerk auf dem Gelände überprüft; EdgeConneX prüft andere Stromkonzepte. Geplantes, nicht investiertes Kapital.Maintal (EdgeConneX, in Überprüfung)1.000 Mio. € Heide (Northvolt Drei; Muttergesellschaft insolvent) · 902 Mio. € (öffentlich). 902 Mio. €, im Januar 2024 von der Europäischen Kommission genehmigt: ein direkter Zuschuss von 700 Mio. € (rund 564 Mio. € Bund, 136 Mio. € Schleswig-Holstein) und eine Garantie über 202 Mio. € (Battery-News, 2024-01-09). Northvolt wurde insolvent; im April 2026 erhielt die Projektgesellschaft in Heide eine erste Teilgenehmigung und zahlte 153 Mio. € einer Wandelanleihe an Bund und Land zurück (ecomento, 2026-04-13). Kartenebene Vergleichsvorhaben, ergänzt am 09.09.2026.Heide (Northvolt Drei; Muttergesellschaft insolvent)902 Mio. € Exascale-System JUPITER, Jülich · 500 Mio. € (öffentlich). 500 Mio. € für System und Betrieb über rund sechs Jahre: 250 Mio. € von EuroHPC JU, je 125 Mio. € von BMFTR (vormals BMBF) und Land NRW (BMFTR, 2025; Forschungszentrum Jülich über idw).Exascale-System JUPITER, Jülich500 Mio. € RWTH Aachen, Gebäude des KI-Centers · 180 Mio. € (öffentlich). Bis zu 180 Mio. € aus dem NRW-Plan für einen Neubau der Informatik mit integriertem KI-Center (MKW NRW, 2026-03-26).RWTH Aachen, Gebäude des KI-Centers180 Mio. € Fraunhofer NG-HPDAC, Bonn · 56,0 Mio. € (öffentlich). 56 Mio. € für Bau und Erstausstattung, einschließlich eines Rechenzentrums von rund 800 m² (Fraunhofer IZB, 2026-06-08).Fraunhofer NG-HPDAC, Bonn56,0 Mio. € DKRZ HLRE-4 „Levante“, Hamburg (2022) · 45,0 Mio. € (öffentlich). 45 Mio. € für das HLRE-4-System „Levante“, in Betrieb seit März 2022, nach der Finanzierungsvereinbarung von 2017: 45 % Helmholtz, 40 % Max-Planck, 15 % Freie und Hansestadt Hamburg, mit Erneuerung etwa alle fünf Jahre (Hereon, 2017; DKRZ, 2022). Ein Nachfolger (HLRE-5) war in Vorbereitung; Angaben zu seiner Finanzierung fanden sich nicht.DKRZ HLRE-4 „Levante“, Hamburg (2022)45,0 Mio. € NHR-Verbund, Tranche für KI-Kapazität, 2026 bis 2030 · 30,7 Mio. € (öffentlich). Bis zu 30,7 Mio. € aus dem Sondervermögen des Bundes für Infrastruktur und Klimaneutralität fließen 2026 bis 2030 in KI-fähiges Hochleistungsrechnen an Hochschulen. Das kommt zur laufenden NHR-Förderung von bis zu 62,5 Mio. € im Jahr hinzu, die für 2027 fortgeführt wird (GWK-Beschluss vom 10. Juli, laut Nachdruck).NHR-Verbund, Tranche für KI-Kapazität, 2026 bis 203030,7 Mio. € KIT Karlsruhe, KI-Rechenzentrum · 24,0 Mio. € (öffentlich). Rund 24 Mio. €, Förderung von Bund und Baden-Württemberg, für ein neues Rechenzentrum für KI und wissenschaftliches Rechnen von rund 2 MW, erweiterbar auf 10 MW, fertig bis Ende 2029 (KIT, 2026).KIT Karlsruhe, KI-Rechenzentrum24,0 Mio. €
Privatwirtschaftlich Öffentlich (Wissenschaft und Forschung oder Fördermittel) Gemischt (privat und öffentlich in einem Vorhaben) Regulierter Netzbetreiber (über die Netzentgelte der Verbraucher finanziert, weder unternehmerisches Eigenkapital noch Fördermittel)

Summen: alle 14 offengelegten Beträge dieser Seite, zusammen 37.238 Mio. €. Privatwirtschaftlich: 5.600 Mio. € aus vier Vorhaben (die drei Rechenzentrumsfälle auf Karte 3 und die Erweiterung in Grünheide). Drei davon (Groß-Gerau, Eisenach, Maintal) sind inzwischen abgelehnt, ausgesetzt oder gestoppt. Es handelt sich also um angekündigtes, nicht um investiertes Kapital. Öffentlich: 11.637,7 Mio. €, verteilt auf acht Posten: sechs Programme aus Wissenschaft und Forschung (Segment 8) und zwei Förderzusagen für inzwischen gescheiterte private Vorhaben (Magdeburg, Heide). Das ist bemerkenswert: Der größte Teil der offengelegten „öffentlichen“ Summe auf dieser Seite ist eine Förderzusage an die Industrie und keine Ausgabe für öffentliche Forschungsinfrastruktur. Gemischt: 10.000 Mio. €, ein Vorhaben (Dresden/ESMC), etwa zur Hälfte privates Kapital und zur Hälfte Bundesförderung in derselben Fabrik. Reguliert: 10.000 Mio. €, ein Vorhaben (SuedLink). Es wird von den Netzbetreibern finanziert und über die Netzentgelte auf alle Stromverbraucher umgelegt; es ist weder unternehmerisches Eigenkapital noch ein Haushaltsposten. Keine dieser vier Summen ist eine bundesweite Erhebung; jede gibt nur wieder, was dieses Projekt bisher erhoben und belegt hat. Für die Strategiediskussion zählt vor allem das Muster über die fünf vergleichbaren Vorhaben. Zwei (Dresden, Grünheide) sind große, ressourcenintensive Vorhaben, die innerhalb von ein bis zwei Jahren von der Ankündigung zum Bau oder zu einem tragfähigen Kompromiss kamen, trotz ernsthafter Umweltbedenken. Zwei (Magdeburg, Heide) zeigen: Politische und finanzielle Rückendeckung, selbst mit Subventionen in Milliardenhöhe, garantiert nicht, dass ein Vorhaben sein Umsetzungsrisiko übersteht. SuedLink zeigt, dass anhaltender Widerstand in mehreren Bundesländern eine grundlegende Neuplanung erzwingen kann, ohne das Vorhaben ganz zu stoppen. Keiner der sechs Rechenzentrumsfälle auf dieser Karte hat bisher eine Lösung durch Neuplanung wie in Grünheide oder bei SuedLink erreicht. Ob das gelingt, bleibt im weiteren Verlauf zu beobachten.

Quellen für das Finanzierungsdiagramm. Stadt Groß-Gerau (Februar 2026, Primärquelle) und die Angabe von Vantage Data Centers, zitiert in der Mitteilung der Stadt, für Groß-Gerau. Die Angabe des Projektentwicklers FAB, berichtet von datacenter-insider.de und Eisenach Online, für Eisenach. Die Angabe von EdgeConneX, berichtet von hessenschau.de, für Maintal. Land NRW (2026) für das KI-Center der RWTH Aachen. FZ Jülich; Eviden; ParTec (2026) für die Kosten von 500 Mio. € für System und Betrieb von JUPITER und ihre Aufteilung auf EU, BMBF und NRW. GWK (2026) für die KI-Kapazitätstranche des NHR-Verbunds. Fraunhofer IZB (2026) für NG-HPDAC. Helmholtz und MPG (2026) für das DKRZ. KIT (2026) für sein eigenes KI-Rechenzentrum. Keine dieser Zahlen wurde über die Angaben der jeweiligen Einrichtung oder ihrer Geldgeber hinaus mit unabhängigen Quellen abgeglichen. Dies ist eine erste Sichtung der Finanzierung und keine geprüfte Erhebung.

Quellen für Karte 3. Microsoft (1. Juli 2026), Pressemitteilung; Stadt Grevenbroich (2026); Handelsblatt (2026, drei Artikel); Land NRW / wirtschaft.nrw (2026): Grevenbroich. Stadt Eisenach (2026); Eisenach Online (2025, 2026); datacenter-insider.de (2026); Rhönkanal (2026): Eisenach. Gewerbesteuer-Infoportal (2026); LWL-Statistik; sevdesk (2026); Bund der Steuerzahler NRW/RLP (2017): Monheim am Rhein. hessenschau.de (4. Februar 2026): Groß-Gerau. ZDFheute (2026); Solarserver (2026): Maintal. Solarserver (2026); klimareporter.de (2026): Birstein. Jeder Eintrag wurde am 30. September 2026 an einer wörtlichen Sicherung seiner Quellen geprüft. Was über die Angaben im jeweiligen Eintrag hinausgeht, ist nicht mit unabhängigen Quellen abgeglichen.

Quellen für die Ebene der vergleichbaren Vorhaben, ergänzt am 9. September 2026. wiwo.de; electrive.net; Beihilfegenehmigung der Europäischen Kommission; t-online.de/dresden; tech-insider.org; Land Sachsen: Dresden/ESMC. ZDF; ZDFheute; WSWS.org; Junge Freiheit; notebookcheck.com: Magdeburg/Intel. wiwo.de; t-online.de; taz.de; freitag.de; mobilitree.net; elektroauto-news.net: Grünheide/Tesla. ZDF; ZDFheute; transport-online.de; ecomento.de (Befund eines Landesrechnungshofs): Heide/Northvolt. Stuttgarter Zeitung; ZfK; Deutscher Bundestag Wissenschaftliche Dienste WD 5-3000-136/24; energie-chronik.de; diebayern.de: SuedLink. Wie für die übrige Karte 3 gilt: Jeder Eintrag wurde am 30. September 2026 an einer wörtlichen Sicherung geprüft; darüber hinaus ist nichts mit unabhängigen Quellen abgeglichen. Die SuedLink-Markierung bezeichnet einen dokumentierten Konfliktschwerpunkt im 700 km langen Trassenkorridor und keinen genauen Standort.

Internationaler Vergleich. Alle drei Karten zeigen nur Deutschland. Beim Ausbauvolumen liegen die USA weltweit vorn (rund 80 % der 2025 weltweit im Bau befindlichen Kapazität; rund 25 GW im Bau und rund 191 GW geplant in Nord- und Südamerika; Cushman & Wakefield, 2026). Beim Wachstum führt der Nahe Osten (von rund 1 GW auf rund 3,3 GW bis 2030). Genehmigungskonflikte wie in Eisenach und Grevenbroich sind dort deutlich seltener, weil staatliche Rückendeckung lokalen Widerstand weitgehend unterbindet (PwC/Computer Weekly, 2025/26). Vollständiger Vergleich: unsere Übersicht der globalen Märkte.